Mumble Audiokonferenzen mit dem Webbrowser nutzen

Mumble ist eine leistungsfähige Audio-Konferenz-Software. Es gibt extra Programme (Clients), mit denen man sich zu einem Mumble-Server verbinden kann. Wer keinen hat und sich keinen installieren kann, kann auch über den Mumble-Web Client an Konferenzen teilnehmen (wenn auch mit Einschränkungen).

Mit folgendem Link wird der Mumble-Client direkt im Browser gestartet:

Einschränkungen des Web-Clients:

  • Keine Verbindung mit Benutzername/Passwort
  • Räume können nicht selbst erstellt werden.

Mit dem Webclient können daher nur öffentliche Räume genutzt werden. Damit trotzdem auch an Konferenzen in privaten Räumen teilgenommen werden kann, gibt es ein spezielles Konzept mit einem „Vorzimmer“, in dem man von einem Moderator abgeholt werden kann.

Der Computer muss über ein Mikrophon verfügen und die Nutzung des Mikrophons für die Webseite muss erlaubt werden. Firefox stellt daher beim Aufruf folgende Frage, die man mit „Erlauben“ beantworten muss:

Anschließend gibt man sich selbst einen Benutzernamen (Username) und klickt auf „Connect“:

Nach der Verbindung werden die Verfügbaren Kanäle (Gesprächsräume) angezeigt. Nur wer im gleichen Raum ist, kann miteinander sprechen.

Mit der rechten Maustaste auf einen Raumnamen kann man diesem Beitreten („Join Channel“):

Achtung: wenn die Verbindung gekappt wird, muss man sich ggf. neu verbinden. Das funktioniert mit dem blauen Weltkugelsymbol.

Alle Räume in „public“ sind öffentlich. Sie können einfach genutzt werden. Man kann sich mit anderen Personen in einem freien Raum verabreden. Dort ist man aber nicht unbedingt ungestört. Es können andere dazukommen und zuhören. Da man aber immer sieht, wieviele Personen im Raum sind, ist ein halbwegs vertrauliches Kneipengespräch schon möglich. Einfach aufmerksam sein, dass niemand zu nah kommt. Wie in der Kneipe in Corona-Zeiten (1,5 m Mindestabstand).

Soll eine private Konferenz geführt werden muss mindestens eine Person (Organisator*in) mit einem „echten“ Mumble Client die Konferenz initiieren, einen Raum (und ein dazu gehörendes Vorzimmer) erstellen und kann dann alle Personen im Vorzimmer in den Raum ziehen.

Die Struktur der Räume sieht u.a. so aus:

Root
  |-privat_ad_hoc
    |-besprechungszimmer
      |-plenum1
    |-vorzimmer
      |-plenum1
  |-public
    |-raum01
    |-raum02
    |...

Wobei die Räume „plenum1“ im Besprechungszimmer und Vorzimmer jetzt ein Beispiel sind für Räume, die der Organisator vorher erstellt hat.

Angenommen wir möchten an der Konferenz im besprechungszimmer → plenum_orga_xyz teilnehmen, treten wir dem entsprechenden Raum im Vorzimmer bei und warten, bis uns der/die Organisator*in in den Raum bringt.

Hier das Bildschirmfoto des Beispiels:

Fertig.

Ein paar Einstellungen sind auch im Web-Client möglich:

Neben der Audio-Qualität und dem Puffer (am besten in den Standardeinstellungen lassen) ist die Übertragung (Tranmission) interessant. Hier kann zwischen

  • Kontinuierlich (Continous)
  • Spracherkennung (Voice Activity)
  • Push to Talk

ausgewählt werden. Damit wird bestimmt, wann der eigene Client sendet. Am besten ist für größere Konferenzen Push to Talk. Dazu wird eine Tastenkombination gewählt, die gedrückt werden muss, um zu senden (wie bei einem Walkie-Talkie). Das minimiert Störgeräusche - und außerdem sehen alle, wer gerade spricht (an der Farbe des Avatars).

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